Dienstag, 5. April 2011
Beginnt mit dem Aufstieg der Stadt auch ein bürgerliches Zeitalter?
Im Mittelalter ging es hauptsächlich darum, die Beschränkungen, "die es an der vollen Entfaltung der bürgerlichen Wirtschafts- und Sozialordnung hinderten" zu beseitigen. Dabei wurden keinerlei Grundrechte beachtet und deshalb begann auch kein bürgerliches Zeitalter. Auch das Prinzip der Kommune wurde nicht angenommen. Jedoch hatte eine jede Stadt politisches Mitspracherecht. Die allgemeinen Grund- und Menschenrechte wurden ja schließlich erst in der Zeit der Renaissance, der französischen und industriellen Revolution ins Leben gerufen.
Warum wird die Stadt von Historikern als modernes Element des Mittelalters bezeichnet?
Anstieg der Entwicklung im Handel und Handwerk→ besseres Leben der Bürger und Entstehung politischer Gemeinschaften
→ für die Neuzeit und den Staat waren die Entwicklungen ein
Vorbild und wurden dadurch zu einem modernen Element
→ für die Neuzeit und den Staat waren die Entwicklungen ein
Vorbild und wurden dadurch zu einem modernen Element
Entwicklung der städtischen Selbstverwaltung vom 11. Jh. bis zum 14. Jh.
bis ca. 11. Jahrhundert:
Der Stadtherr ist der oberste Herr und verwaltet die Stadt. Zu seiner Hilfe setzt er Burggrafen, Vögte und weitere Beamte ein, die die Stadt in seinem Namen mitverwalten. Die restlichen Bewohner wie z.B. Knechte, Lehrlinge, Handwerksmeister usw. hatten keine politischen Mitspracherechte.
ab ca. 12. Jahrhundert:
Alle Stadtbewohner, bis auf die Patrizier, hatten immer noch kein Wahlrecht und konnten auch nicht gewählt werden. Die Patrizier jedoch wählten Ratsherren, die wiederum einen Bürgermeister. Ratsherren und Bürgermeister entschieden über alles (Steuer, Gericht, Zoll usw.). Nach einer Auseinandersetzung mit dem Stadtherrn, durfte sich die Stadt selbst verwalten.
seit dem 14. Jahrhundert:
Nur die Patrizier und Zunftmitglieder durften wählen. Einige von ihnen wurden zu Ratsherren bestimmt. Diese wählten wieder einen Bürgermeister.
Wie im 12. Jahrhundert entschiden auch hier die Ratsherren sowie der Bürgermeister über Steuer, Polizei, Zoll, usw.
Alle anderen Stadtmitglieder waren nicht wahlberechtigt, da die Ämter alle ehrenamtlich (ohne Geld) verrichtet wurden. Dafür musste man ein Vermögen haben.
Nach den Zunftkämpfen wurde die Selbstverwaltung eingeführt.
Der Stadtherr ist der oberste Herr und verwaltet die Stadt. Zu seiner Hilfe setzt er Burggrafen, Vögte und weitere Beamte ein, die die Stadt in seinem Namen mitverwalten. Die restlichen Bewohner wie z.B. Knechte, Lehrlinge, Handwerksmeister usw. hatten keine politischen Mitspracherechte.
ab ca. 12. Jahrhundert:
Alle Stadtbewohner, bis auf die Patrizier, hatten immer noch kein Wahlrecht und konnten auch nicht gewählt werden. Die Patrizier jedoch wählten Ratsherren, die wiederum einen Bürgermeister. Ratsherren und Bürgermeister entschieden über alles (Steuer, Gericht, Zoll usw.). Nach einer Auseinandersetzung mit dem Stadtherrn, durfte sich die Stadt selbst verwalten.
seit dem 14. Jahrhundert:
Nur die Patrizier und Zunftmitglieder durften wählen. Einige von ihnen wurden zu Ratsherren bestimmt. Diese wählten wieder einen Bürgermeister.
Wie im 12. Jahrhundert entschiden auch hier die Ratsherren sowie der Bürgermeister über Steuer, Polizei, Zoll, usw.
Alle anderen Stadtmitglieder waren nicht wahlberechtigt, da die Ämter alle ehrenamtlich (ohne Geld) verrichtet wurden. Dafür musste man ein Vermögen haben.
Nach den Zunftkämpfen wurde die Selbstverwaltung eingeführt.
Montag, 4. April 2011
Baustile der Romanik und Gotik
Romanik (1000- 1250)
Die Architektur war der erste gewaltige Baustil seit der Antike und wurde auch "Mutter der Künste" genannt. Vor allem der Bau von Kirchen war typisch. Malerei, Bildhauerei, Kunsthandwerk und die Steinmetztechnik standen im Vordergrund. Die Stilmerkmale der Romanik waren halbkreisförmige Rundbögen, kleine Fensteröffnungen, gedrungene Türme, flache Balkendecken und massive Mauern. Der Kirchenbau zeigt große Raumweiten. Die Bauwerke haben wenige Verzierungen und wirken einfach und streng.
Bauform der Basilika:
- klare, geometrische Kuben
- Mauerflächen werden von kleinen Fenstern durchbrochen
- sparsame Ornamentik
- Rundbogen dient zur Überwölbung
Bekannte Bauwerke in Deutschland
- Bamberger Dom
- Dom zu Worms
- Dom zu Speyer
- Kaiserpfalz in Goslar
Gotik (1250-1520)
Für die Zeit der Gotik sind Kreuzrippengewölbe und Spitzbögen in Fenstern und Türmen typisch. Der Baustil ist vor allem geprägt von hohen, steilen Türmen, um die Gottesnähe darzustellen. Alles wurde himmelwärts gebaut und strebt zu Gott. Die skeletthafte Struktur, die durch das von den Spitzbögen und Rippen getragene Gewicht entsteht, ermöglicht den Bau von großen Fenstern.
Bekannte Bauwerke der Gotik
- Notre Dame, Paris
- Nikolaikirche, Frankfurt
- St. Petri Dom, Bremen
- St. Sebald, Nürnberg
Sonntag, 3. April 2011
Die Schichten des Mittelalters

Die Gesellschaft im Mittelalter hatte einen relativ primitiven Aufbau. Eine Stadt wurde in 4 verschiedene Schichten unterteilt, bei denen man von Bürgern und Nichtbürgern unterscheiden musste.
Die Spitze, also die Oberschicht einer Stadt bildeten die Patrizier, zu denen Adlige, Stadtherren, Grundbesitzer und auch Fernhandelsleute gehörten. Sie waren sehr wohlhabend und hatten das Sagen in der Stadt.
Zu der Mittelschicht des Mittelalters zählten die "normalen" Bürger (Beamte, Handwerker, Ackerbürger und Krämer). Diesen Leuten ging es meist auch noch ziemlich gut. Deshalb wurden sie auch noch zu den Bürgern gezählt. Den darauf folgenden Gruppen war untersagt, sich als Bürger zu bezeichnen.
Zu diesen beiden zählte unter anderem auch die so genannte unterständliche Gruppe (Dienstleute, Tagelöhner, Lehrlinge).
Eine letzte Gruppe war: die Randgruppe. Zu ihr zählten Bettler, Hausierer, Schausteller und Juden. Diese beiden waren die untersten Völker in einer Stadt, hatten weniger Rechte und waren recht arm.
Die Spitze, also die Oberschicht einer Stadt bildeten die Patrizier, zu denen Adlige, Stadtherren, Grundbesitzer und auch Fernhandelsleute gehörten. Sie waren sehr wohlhabend und hatten das Sagen in der Stadt.
Zu der Mittelschicht des Mittelalters zählten die "normalen" Bürger (Beamte, Handwerker, Ackerbürger und Krämer). Diesen Leuten ging es meist auch noch ziemlich gut. Deshalb wurden sie auch noch zu den Bürgern gezählt. Den darauf folgenden Gruppen war untersagt, sich als Bürger zu bezeichnen.
Zu diesen beiden zählte unter anderem auch die so genannte unterständliche Gruppe (Dienstleute, Tagelöhner, Lehrlinge).
Eine letzte Gruppe war: die Randgruppe. Zu ihr zählten Bettler, Hausierer, Schausteller und Juden. Diese beiden waren die untersten Völker in einer Stadt, hatten weniger Rechte und waren recht arm.
Freitag, 1. April 2011
Warum setzte seit dem 11. Jahrhundert eine Gründungswelle von Städten ein?
- wachsende gewerbliche Produktion und Handel → Steigerung des Wohlstandes, Förderung des Überganges von Natural- zu Geldwirtschaft
- landwirtschaftliche Erfindungen (neue Geräte) die den Ertrag steigerten, verbesserten die Ernährung → großes Wachstum der Bevölkerung und Arbeitsteilung zwischen Land und Stadt
Nachdem das Römische Reich 476 n. Chr. zerfallen war, gab es nur noch sehr wenige Städte.
Seit dem 11.Jahrhundert gründeten geistliche und weltliche Fürsten sowie Könige neue Städte aufgrund des Landesausbaus. Es wurden aber auch Siedlungen in den Nähen von Klöstern, Kirchen, Burgen und Pfalzen zu Städten erhoben.
Es gab mehrere verschiedene Gründe und Vorraussetzungen:
Dienstag, 29. März 2011
Aufbau einer mittelalterlichen Stadt
2 Kirche
3 Marktplatz
4 Brunnen
5 Wohnhäuser meistens aus Holz
6 Stadtmauer mit Graben
7 Stadttor
8 Bauern
9 Galgen
Die Straßen verliefen meistens im Kreis herum, um den Mittelpunkt, also um den Marktplatz. Sie waren gepflastert. Es war ein Netz aus Straßen und Gassen.
Vielfalt mittelalterlicher Städte
Unterscheidung | Beispiel | Sonstiges |
nach ihrer Größe | Klein-, Mittel-, Groß-, oder Weltstadt | eine Weltstadt galt damals ab mehr als 50000 Einwohnern |
nach ihrer Entstehung | gewachsene Städte oder Gründungsstädte | |
nach wirtschaftlichem Schwerpunkt | Handels-, Handwerks-, Gewerbe-, oder Ackerbürgsstädte | |
nach dem Rang des Stadtherrn | Bisschofsstädte, Landherr, Kaiser | wenn es einen Kaiser gab, war es eine freie Reichsstadt |
Montag, 28. März 2011
Lebensverhältnisse in einer mittelalterlichen Stadt
- Menschen ohne Bürgerrechte
- arbeiteten als Tagelöhner, Dienstboten und Transportarbeiter
→ "Plebejer": flüchtige Bauern, die vor der Unterdrückung der
Adligen Schutz suchten
Adligen Schutz suchten
- wehren sich gegen Verschlechterung der Lebensverhältnisse
- verschiedene Schichten zeigten sich in den unterschiedlichen
Wohnverhältnissen
Wohnverhältnissen
- Unterschicht: klägliche Behausungen
- Patrizier: komfortable Bürgerhäuser
- Angst vor Aufruhr → Sicherung der Häuser durch eiserne Ketten
- die zwei Schichten lebten in getrennten Straßen
Kennzeichen der Stadt im Mittelalter
Die Stadt im Mittelalter unterschied sich zu ihrer Umgebung durch folgende Kennzeichen:
- städtische Märkte: Verteilung der Waren auf den Märkten zwischen der Stadt, dem Land und den verschiedenen Regionen
- Recht: eigene Gerichtsbarkeit und Verwaltung (Bürger wurden zu einer Rechts-und Friedensgemeinschaft
Bürgerschaft, Verleihung verschiedener Privilegien durch den Stadtherr an die Bürger
- Wirtschaft: besteht aus gewerblichen und handwerklichen Produktionen sowie dem Handel
Sonntag, 27. März 2011
Die Bürger einer Stadt im Mittelalter waren im Gegensatz zu
der Landbevölkerung frei, da sie:
- nicht vor fremde Gerichte gezogen werden durften
- keinen Frondienst leisten mussten
- ihren Besitz ohne Einschränkung verkaufen und vererben konnten
- ihren Wohnsitz wechseln konnten
- ohne die Zustimmung eines Herrn heiraten konnten
Frondienst: persönliche Dienstleistung von Bauer für ihre
Grundherren
Wie gelang es einem Leibeigenen/unfreien Menschen frei
zu werden?
Wenn ein Unfreier es schaffte 1 Jahr und 1 Tag lang in
einer anerkannten Stadt zu leben, ohne von
seinem Lehnsherr gefunden zu werden, war er ein freier Mann.
Der Mann musste jedoch einen Job haben und nach dieser Zeit
das Bürgerrecht beantragen
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